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  • Kölner Stadtkrippe

     

     


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    Krippenfreunde sind solidarisch! Aktion der LG spendet Krippen an Flutopfer, die alles verloren haben

    Die Landesgemeinschaft der Krippenfreunde in Rheinland und Westfalen e. V. (LG) ruft ihre Mitglieder zu einer einzigartigen Hilfsaktion auf. Um Krippenfreundinnen und Krippenfreunde in den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten zu unterstützen, bittet die LG um Krippenspenden!

    Konkret geht es darum, den Krippenfreunden, die in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz besonders schwer von den Verwüstungen der Überschwemmungen getroffen wurden, zu helfen. Diese haben oftmals nicht nur ihr ganzes Hab und Gut verloren. Viele stehen auch vor den Trümmern ihrer Sammlungen. Zahllose Kirchen- und Hauskrippen sind vernichtet oder schwer beschädigt. Um in Solidarität mit ihnen zumindest ein wenig dabei zu helfen, das kommende Weihnachten nicht ganz ohne Krippe feiern zu müssen, bittet der gemeinnützige Verein darum, Krippen, Krippenhäuser, Krippenfiguren u. a. aus eigenen Sammlerbeständen den Betroffenen schon vor dem Weihnachtsfest zum Geschenk zu machen.

    „Weihnachtsfest wird für viele Krippenfreunde besonders traurig.“

    Alois Döring, Vorsitzender der LG und selbst Flutopfer, erläutert das Konzept: „Das Schicksal der Betroffenen in den Flutgebieten hat unter den Krippenfreunden eine Welle der Solidarität ausgelöst. Mich persönlich hat die Anteilnahme und die tatkräftige Hilfe aus der Gemeinschaft der LG gerührt. Das kommende Weihnachtsfest wird nach den so schwierigen Einschränkungen der Corona-Pandemie nun für viele Krippenfreunde besonders traurig sein, weil die eigene Krippe, mit der oftmals Erinnerungen an die Kindheit und Familie verbunden waren, verloren ist. In dieser Zeit der Traurigkeit wollen wir aktiv werden und an unsere eigene Tradition anknüpfen. (mehr …)

  • Marientragen

    Ein alter Adventbrauch erfährt Neubelebung im Marienmonat Mai

     Das Frauen- oder Marientragen ist seit dem 17. Jahrhundert bezeugt. In der Adventszeit wird eine Marienplastik oder ein Marienbild (z.B. Mariä Heimsuchung, Maria gravida, Wallfahrtsmadonna) von einem Haus in das andere getragen und auf einem Hausaltar zur Andacht für die Familie und die Nachbarschaft aufgestellt. In der Christnacht gelangt das Marienbild schließlich in die Kirche zurück. Der katholische Theologe Hermann Kirchhoff befürwortet nachdrücklich, diesen Brauch zu erhalten bzw. zu erneuern. Er gibt Anleitung zur Gestaltung: „Kinder oder Jugendliche … tragen das Bild oder die Statue in die Häuser der Familien …  Bild oder Statue werden an einen geschmückten Platz im Haus gestellt. Es folgt eine Hausandacht … Dazu werden Nachbarn und Freunde eingeladen, mit denen man anschließend in geselliger Runde zusammensitzt. Bild oder Statue werden am Abend des nächsten Tages abgeholt.“

    „Da aber Marias Leben ein Leben auf Reisen war und wir den Mai als Marienmonat begehen, lässt sich der Brauch auch sehr gut auf das Frühjahr übertragen“, gibt Maria Winand, die Sprecherin der kfd Odendorf, Essig, Ludendorf und Ollheim, die Überzeugung der Swisttaler Frauengemeinschaften wieder“. Diese greifen in diesem Mai den alten Brauch auf. „Die Frauen tragen ein Bild der Muttergottes mit dem Jesuskind in einem Korb zu den Orten, an denen Maiandachten stattfinden. „Beweggründe für diese besondere Aktion sind in Zeiten der Pandemie vor allem der Wunsch, Kontakt untereinander zu halten und den fehlenden Angeboten und Möglichkeiten zu gemeinsamen Unternehmungen etwas entgegenzusetzen“, erklärt Hedi Wolters von der kfd im Marienwallfahrtsort Buschhoven.  Das Motto der Aktion, aus der vielleicht eine neue Tradition entstehen könnte, lautet: „Maria mitten in unserem Leben“. „Die Teilnehmenden der Maiandachten können ihre Anliegen auf bunte herzförmige Zettel schreiben und diese zu dem Bild der Schönstatt-Muttergottes in den Korb legen. Nach der letzten Station in Heimerzheim werden alle Fürbitten in der Buschhovener Kirche an eine Pinnwand geheftet. So können die Besucher die Anliegen in ihr Gebet mit einschließen.“ (mehr …)

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    “Zu Ostern ein gebratnes Lämbel”

    Vielerorts in katholischen Landschaften ist eine österliche Segnung von Speisen wie Eiern, Brot oder Schinken üblich. 1784 schreibt Joseph Richter in seiner „Bildergallerie katholischer Mißbräuche“ über diesen Osterbrauch, den der Aufklärer ganz Kind seiner Zeit als schädlichen Aberglauben aufspießt: “Wie am Palmsonntag die Oelzweige und Palmbuschen geweiht werden, so pflegt die Kirche am Ostertag Eyer, Lammfleisch, Kalbsschlegeln, und weil sie nun einmal im Korbe liegen, auch Schweineschinken zu weihen. … Es giebt aber dann auch wenige Familien, aus denen an diesem Tag der Herr, die Frau, die Kinder oder die Be­dienten nicht kleine Unverdaulichkeitsaccidenzien bekämen.”

    Lammfleischsegnung

    Die Tradition der Speisesegnung an Ostern – sie ist auch im neuen römisch-ka­tholischen Benediktionale (Buch der Segnungen) verankert – reicht bis in die christliche Spätantike zurück und hat ihre Wurzeln in der kirchlichen Fastenord­nung. Die alte, strenge Fastendisziplin untersagte während der sechswöchigen Fastenzeit nicht nur den Genuss von Fleischspeisen; sie hieß auch auf Laktizinien wie Milch, Butter, Käse und Eier zu verzichten.  Diese lang entbehrten, „verbote­nen” Speisen durften an Ostern wieder auf den Tisch kommen. Das gläubige Volk wollte sie aber erst genießen, nachdem sie in der kirchlichen Osterfeier für das häusliche Mahl gesegnet worden waren.

    Ein eindrucksvolles Zeugnis der Speisen, die man beispielsweise im 17. Jahrhundert zur Segnung in die Kirche brachte, bietet der Barockprediger Athanasius von Dillingen: „Zur osterlichen Zeit pflegt man zu weyhen Agnum Paschalem und ist dardurch nit nur ein gebratnes Lämbel, son­dern auch ein gebratner Has, ein Kälbernes Brätel, Ayr, Kren, Brot, Fladen etc zu verstehen.”  Auch war es üblich, gebackene Osterlämmer zu segnen, die an die Gläubi­gen verteilt wurden. (mehr …)



Die Landesgemeinschaft der Krippenfreunde in Rheinland und Westfalen heißt Sie willkommen – oder wie die Krippenfreunde sagen: „Ein herzliches Gloria et Pax!”   Mit der Krippe verbinden sich unterschiedliche Vorstellungen. Volksläufig ist die Weihnachtskrippe als die szenische Dar­stellung der Geburt Christi gemeint. Doch kann der Begriff auch bildli­che Darstellungen einzelner Hochfeste des Jahres (Fasten-, Passions-, Osterkrippe) bedeuten, ja das gesamte irdische Wirken Christi und damit den gesamten heilsgeschichtlichen Jahreskreis (Jahreskrippe) umfassen.   Krippe ist nicht Gegenstand: Krippendarstellungen sind Mittel der religiösen Unterwei­sung, dem andächtigen Menschen abstrakte Heils­lehre bildhaft-szenisch zu vermitteln, Inhalte des Glaubens nahe zu bringen – einst mit Jesuiten und franziskanischen Ordensleuten in hiesige Regionen gekommen. Krippen in ihrem künstlerischen, religiösen, spirituellen, ja  ideellen Facettenreichtum sind ein wertvolles Kulturgut, reich an Brauchtraditionen.  Um diese Krippenkultur zu erhalten und zu fördern, um die Liebe zur Krippe weiter zu geben bietet die Landesgemeinschaft eine reichhaltige, vielfältige Palette an Aktivitäten und Informationen: durch Krippenführungen, Beratung beim Krippenbau, Vermittlung zeit- und frömmigkeitsgeschichtlicher Entwicklungen und theologischer Inhalte; durch Exkursionen, Führungen, Vorträge – und vieles andere mehr.  Unser Programm- und Serviceangebot steht allen Interessierten offen. Wir laden Sie herzlich ein, uns kennen zu lernen, mit zu machen, sich von der Faszination Krippe „anstecken“ zu lassen.

Ihre Fragen an uns:

Wie kann ich dem Verein beitreten?

Neue Mitglieder sind uns in der Landesgemeinschaft herzlich willkommen! Bitte geben Sie uns Ihren Beitrittswunsch schriftlich per e-mail, Brief oder Fax an die Geschäftsstelle bekannt. Der Mitgliedsbeitrag für eine Einzelmitgliedschaft beträgt € 21,- pro Jahr. Die Kosten für eine Familienmitgliedschaft betragen € 26,- pro Jahr und die korporative Mitgliedschaft liegt bei € 52,- pro Jahr. Nach Mitteilung Ihres Beitrittswunsches erhalten Sie umgehend eine schriftliche Beitrittserklärung vom Verein, die Sie ausgefüllt und unterschrieben an die Geschäftsstelle zurücksenden.

Als Mitglied der LG erhalten Sie im jährlichen Wechsel die Publikationen der LG, den “Krippenbrief” und das Jahrbuch “Die Weihnachtskrippe” (nächster Erscheinungstermin Ende 2020). Sie werden zu allen Aktivitäten wie der Jahrestagung, organisierten Reisen zu den Weltkrippenkongressen etc. eingeladen. Darüber hinaus profitieren Sie von dem Netzwerk von Krippenexperten, Krippenbauern, Sammlern, Künstlern und vielen weiteren fachkundigen Mitgliedern in unserer Gemeinschaft.

Wo melde ich mich für Krippenfahrten an?

Für Krippenfahrten und andere anmeldepflichtige Veranstaltungen der LG können Sie sich über die Geschäftsstelle anmelden. Wenn wir auf interessante Angebote rund um die Krippe hinweisen, die von anderen Anbietern veranstaltet werden, weisen wir auf die entsprechenden Kontaktdaten zur Anmeldung hin.

Ich möchte auf eine Veranstaltung aufmerksam machen

Gerne weisen wir auf interessante Veranstaltungen wie Krippenausstellungen, Krippenwege, Krippenführungen und –fahrten hin. Wenn Sie Kenntnis über solche Angebote haben bzw. Organisator/Veranstalter sind, würden wir uns freuen, möglichst detaillierte Informationen (Titel, Inhalte, Veranstaltungsdaten, Ort, Zeiten, Ansprechpartner, Kosten) zu erhalten, um an dieser Stelle darauf hinzuweisen.

Ich möchte einen Bericht schreiben!

Der „Krippenbrief“ lebt u.a. von der aktiven und engagierten Mitarbeit unserer Mitglieder, die Berichte, Artikel, Bildmaterial und Veranstaltungshinweise zur Veröffentlichung einreichen. Wir freuen uns jederzeit über Ihre Berichterstattung zu Krippenausstellungen, Tagungen, besondere Kirchenkrippen, Rezensionen zu Krippenpublikationen und vieles mehr.

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Die Herausgabe eines Newsletters der LG ist für die Zukunft angedacht. Bei Interesse, in den entsprechenden Verteiler aufgenommen zu werden, bitten wir um Mitteilung bzw. Bekanntgabe Ihrer e-mail-Adresse.