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  • Kölner Stadtkrippe

     

     


  • Dormitio Marientod

    Kräutersegnung an St. Mariä Himmelfahrt, 15. August

    Dr. Alois Döring

    Mit “Mariä Himmelfahrt” feiert die katholische Kirche das älteste Marienfest, entstanden im 5. Jahrhundert. Im heutigen Festkalender trägt es den Titel “Aufnahme Mariens in den Himmel”. Seit dem Mittelalter ist mit diesem Festtag die Segnung von Kräutern verbunden. Diese wird legendarisch unterschiedlich begründet.
    Der griechische Kirchenlehrer Johannes von Damaskus (+ ca. 750) teilt folgende Marienlegende mit: „Die Mutter Gottes war im Alter von 72 Jahren gestorben. Die Jünger hatten sie begraben; nur einer fehlte: Thomas. Sein Weg aus Indien war so weit, dass er zu ihrem Begräbnis zu spät kam. Aber er wollte sie noch einmal sehen. Die Jünger öffneten daher das Grab; aber der Sarg barg den Leib Mariens nicht mehr. Nur ein lieblicher Wohlgeruch von Blumen verbreitete sich, und als die Jünger die Blumen zählten, waren es 72, so viele, wie der Herr Jünger ausgesandt hatte”.

    Benediktionsformeln

    Bis in das 10. Jahrhundert lassen sich kirchliche Segensformeln zurückverfolgen. Die ältesten Benediktionsformeln drücken den Sinn der Weihe aus, nämlich die Kräuter heilkräftig für Mensch und Vieh zu machen, wobei sie die heilende Wirkung der Kräuter hervorheben. Im Laufe des 12. Jahrhunderts kam ein weiteres Gebet hinzu, mit dem die Fürbitte Mariens erfleht wurde.

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  • Marienthal Wesel03_2

    “Pfingsttaube”

    Dr. Alois Döring

    Der Kunstmaler und Krippenbauer Theodor Gämmerler (1889-1973) hat im Bürgersaal München von 1947 bis 1968 eine Jahreskrippe mit ca. 200 Darstellungen gestaltet. Eine neutestamentliche Szene stellt die Taufe Jesu dar: Johannes tauft den im Jordan betend stehenden Christus, oben am Himmel schwebt eine Taube: „Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, daß der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam” (Mk 1, 9-10)

    Die Taube − Opfergabe und Geistsymbol

    In der Bibel ist die Taube u.a. erwähnt als Reinigungsopfer. Nach dem biblischen Gesetz des Mose gilt die Frau nach einer Geburt als unrein. Sie hatte als Reinigungsopfer ein Schaf und eine Taube zu übergeben, eine ärmere ersatzweise zwei Turteltauben oder andere Tauben. Sie finden sich deshalb gelegentlich in Krippendarstellungen zum Fest Mariä Lichtmess / Darstellung Jesu im Tempel.

    Die Taube gilt als Symbol des Heiligen Geistes bei der Taufe Christi. „Der Bericht der Taufe Jesu in allen vier Evangelien liefert die seit dem Frühchristentum bis heute gängige Formel für die Darstellung des Heiligen Geistes in Gestalt einer Taube,“
    so Genoveva Nitz im Lexikon für Theologie und Kirche. Außerdem erscheint die Geist-Taube als symbolischer ikonographischer Typus bei der Verkündigung Marias (Lk 1, 35).

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  • Maialtar in Kölner Kirche

    Marienmonat Mai | Von Maiandachten und Maialtärchen

    Die Maiandacht ist verbunden mit der Weihe des Monats Mai an Maria: „Opfere Mariä den schönsten Monats des Jahres und die Erstlinge des Frühlings.“

    Die Maiandacht ging von Italien aus: „Hier wurden erstmals in Ferrara im Mai 1784 öffentlich den ganzen Monat hindurch Maiandachten gehalten. Bis dahin scheint die Maiandacht eher eine pri­vate Frömmigkeitsübung, wenn auch teils in öffentlichem Rahmen, gewesen zu sein. Zeug­nisse sprechen z. B. um 1739 von einer besonde­ren Form der Marienverehrung im Mai in Grezzano bei Ve­rona. Von Italien ge­langte die Maiandacht bald nach Frankreich. Dort verbreitete sie sich im Zusammenhang mit der verstärkten Restau­rationsbewegung; sie wur­de verstanden als „das kirchliche Gegenstück zu der frivolen Frühlingsfeier der Revolutio­näre“.  >>>weiter



Die Landesgemeinschaft der Krippenfreunde in Rheinland und Westfalen heißt Sie willkommen – oder wie die Krippenfreunde sagen: „Ein herzliches Gloria et Pax!”   Mit der Krippe verbinden sich unterschiedliche Vorstellungen. Volksläufig ist die Weihnachtskrippe als die szenische Dar­stellung der Geburt Christi gemeint. Doch kann der Begriff auch bildli­che Darstellungen einzelner Hochfeste des Jahres (Fasten-, Passions-, Osterkrippe) bedeuten, ja das gesamte irdische Wirken Christi und damit den gesamten heilsgeschichtlichen Jahreskreis (Jahreskrippe) umfassen.   Krippe ist nicht Gegenstand: Krippendarstellungen sind Mittel der religiösen Unterwei­sung, dem andächtigen Menschen abstrakte Heils­lehre bildhaft-szenisch zu vermitteln, Inhalte des Glaubens nahe zu bringen – einst mit Jesuiten und franziskanischen Ordensleuten in hiesige Regionen gekommen. Krippen in ihrem künstlerischen, religiösen, spirituellen, ja  ideellen Facettenreichtum sind ein wertvolles Kulturgut, reich an Brauchtraditionen.  Um diese Krippenkultur zu erhalten und zu fördern, um die Liebe zur Krippe weiter zu geben bietet die Landesgemeinschaft eine reichhaltige, vielfältige Palette an Aktivitäten und Informationen: durch Krippenführungen, Beratung beim Krippenbau, Vermittlung zeit- und frömmigkeitsgeschichtlicher Entwicklungen und theologischer Inhalte; durch Exkursionen, Führungen, Vorträge – und vieles andere mehr.  Unser Programm- und Serviceangebot steht allen Interessierten offen. Wir laden Sie herzlich ein, uns kennen zu lernen, mit zu machen, sich von der Faszination Krippe „anstecken“ zu lassen.

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